Ein Unternehmen kann seine gesamte Ressourcenplanung mit Hilfe einer entsprechenden komplexen Anwendungssoftware unterstützen. Solch eine komplexe Anwendungssoftware nennt man ERP System. Die verschiedenen Systeme unterscheiden sich je nach der fachlichen Ausrichtung, nach der Anzahl der Benutzer, natürlich nach dem Umfang der Funktionen, welche es bietet sowie auch nach den zum Einsatz kommenden Technologien. Solche Technologien können Datenbanken, Programmiersprachen, Betriebssysteme oder auch Schichtenarchitekturen sein. Zu den beinhalteten Funktionen können die Materialwirtschaft gehören, ebenso die Produktion, das Finanz- und Rechnungswesen, das Controlling. Aber auch die Forschung und Entwicklung, der Verkauf und das Marketing, die Stammdatenverwaltung und auch das Dokumentenmanagement. Dabei bestimmt meist die Größe des Unternehmens, welche das ERP System nutzen will, welche Anforderungen dieses System erfüllen soll. Auch der Wirtschaftszweig, in dem das Unternehmen tätig ist, spielt bei den Anforderungen eine große Rolle. Bevor ein Unternehmen die Software nutzen kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen muss das Unternehmen im Vorfeld eine Bedarfsermittlung durchführen. Dies kann das Unternehmen in Eigenregie durchführen oder aber sich dabei von einer Management- und Unternehmensberatung unterstützen lassen. Dabei nehmen diese die Geschäftsprozesse des Unternehmens auf und leiten daraus ab, welche Funktionen die Software dann beinhalten muss. Danach wird der Markt der System Anbieter gesichtet sowie spezielle Fragen an ausgewählte Anbieter gestellt. Sind einige wenige Anbieter dann ausgewählt, dürfen diese dem Unternehmen ihr Produkt vorstellen. Hat man sich daraufhin für einen Anbieter entschieden, dann wird die Software meist durch den Anbieter im Unternehmen eingeführt oder kann auch durch einen Dienstleistungspartner des Anbieters eingeführt werden. Dazu werden die Geschäftsprozesse des Unternehmens noch einmal analysiert, um zu sehen, ob der ERP Prozess so durchgeführt werden kann, wie es der Anbieter vorgestellt hat oder Veränderungen notwendig sind. Die Geschäftsprozesse werden modelliert und in der entsprechenden Software abgebildet. Eine Software für die Prozessmodellierung ist ARIS, welches sich hauptsächlich auf eine Fünf-Schichten-Architektur stützt. Alle erforderlichen Daten werden im ARIS System erfasst und Testphasen starten, bevor der Betrieb der Lösung starten kann.

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